Summer School: Das Einmaleins der Fluoride

Summer School: Das Einmaleins der Fluoride

„Fluoride sind gut für die Zähne“ antwortete mir Anfang der 80er Jahre ein Student auf eine entsprechende Frage im Staatsexamen. Eigentlich hätte er gar nicht weiterreden müssen – der wesentliche Teil war verstanden.

„Fluoride sind Gift“ – Sie schädigen die Zähne, sind Ursache einer Vielzahl von Krankheiten, machen dumm…“ ist die Position vieler sogenannter Fluoridgegner bereits seit Jahrzehnten.

„Fluoride brauchen wir gar nicht – unabhängig davon, wer Recht hat. Es geht auch so!“  Diese Meinung vertreten die Hersteller fluoridfreier Zahnpasten als Teil ihrer Marketing-Strategie.

„Wir brauchen höhere Fluoridkonzentrationen in den Kinderzahnpasten – die Milchzahnkaries nimmt wieder zu“ ist die aktuelle Position verschiedener zahnärztlicher Fachgesellschaften.

Was stimmt denn nun? Angesichts derartiger Meldungen ist die Verwirrung groß – sowohl bei Fachleuten als auch unter Laien.

Das „Einmaleins der Fluoride“ bringt Licht ins Dunkel der verschiedenen Aussagen und gibt eine Orientierungshilfe für die Anwendung der Fluoride im Alltag.

Prof. Dr. Johannes Einwag studierte Zahnmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und promovierte dort 1980 zum Thema „Die Bedeutung der Fluoride in der präventiven Zahnheilkunde am Beispiel eines Gebietes mit erhöhtem Fluoridgehalt im natürlichen Trinkwasser. Anschließend wechselte er an die Abteilung für Zahnerhaltung und Parodontologie der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wurde dort u.a. Mitglied im Sonderforschungsbereich “Biologie der Mundhöhle“ mit den Forschungsschwerpunkten „Remineralisation der Initialkaries“ sowie „Pharmakokinetik von Fluorid“. In seiner Habilitation, die er 1986 abschloss, konzentrierte er sich auf „Untersuchungen zur Pharmakokinetik von Fluorid nach lokaler Applikation“. 1992 wurde er zum Professor ernannt und zum Direktor des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums in Stuttgart berufen. Seine beruflichen Interessenschwerpunkte sind die angewandte Prävention (Gruppen- wie Individualprophylaxe, Kariesprophylaxe, Parodontitisprophylaxe, Prophylaxe periimplantärer Erkrankungen) sowie die Entwicklung neuer Fortbildungsformate (u.a. Aufstiegsfortbildung zur Dentalhygienikerin). Er war u.a. langjähriger Wissenschaftlicher Leiter des „Deutschen Kongresses für Präventive Zahnheilkunde“ und bis Oktober 2021 Vorsitzender der „Deutschen Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde“. Seit 1980 ist er als Referent sowohl für Mitarbeiter als auch für Zahnärzte aktiv und für gleichermaßen informative wie unterhaltsame Vorträge bekannt.

Sie können entweder live teilnehmen oder die Webinare noch bis einschließlich Dezember 2022 auf Abruf ansehen. Auch bei der aufgezeichneten Version erhalten Sie ein Zertifikat mit 1 CME-Punkt.

Hinweis zum Zertifikat:

Das Zertifikat können Sie über den Webinar-Link, den Sie bei der Anmeldung erhalten, herunterladen. Nach Einwahl über diesen Link und erfolgreichem Abschluss des Webinars finden Sie das Zertifikat zum Download im Fenster „Zertifizierung“

Event Datum: 15. Juni 2022

Zeit: 18:00 – 19:00 Uhr

Dauer: 60 Minuten

Referent: Prof. Dr. Johannes Einwag

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